Presse

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Reisendes Freiluftkino – Zwischen Generationen

Im Juli 2022 reist das Freiluftkino mit preisgekrönten, internationalen Dokumentar- und Spielfilmen zum Jahresthema „Zwischen Generationen“ durch die Quartiere Gröpelingens. Dabei geht es um den Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen, zwischen Zugezogenen und Hiergebliebenen sowie die Verständigung zwischen Sprachgemeinschaften.

Der Eintritt ist frei. 100 Stühle vorhanden. Eigene Sitzgelegenheiten können mitgebracht werden. Termine: 2. Juli, 8. Juli, 9. Juli, 15. Juli, 16. Juli, 23. Juli. Einlass immer ab 20 Uhr. www.reisendesfreiluftkino.de

Fotos?

Fotos von den Veranstaltungsorten 2022 und den Veranstaltungen 2021 sowie Standbilder der diesjährigen Filme gibt es hier zum Download inkl. Untertiteln und Copyright.

Flyer?

Der Flyer kann hier heruntergeladen [.pdf – 1,4 MB] werden.

Wer?

Infrastruktur & Organisation: gemeinnütziger Stadtteilverein „Kultur Vor Ort e.V“, Liegnitzstr. 63, 28237 Bremen, info@kultur-vor-ort.com, Andrea Munjic, 0421 9899 700

Kuration des Filmprogramms: studentische Forschungsgruppe „Filmvermittlung in öffentlichen Räumen“, Institut für Kunstwissenschaft-Filmwissenschaft-Kunstpädagogik, Universität Bremen, freiluft@uni-bremen.de, Julian Elbers, 0421 4088 6902

Wie?

Kooperation zwischen Kultur Vor Ort e.V. und der studentischen Forschungsgruppe „Filmvermittlung in öffentlichen Räumen“ der Universität Bremen

Was?

Sechs Kinovorführungen auf öffentlichen Plätzen im Stadtteil Gröpelingen.

Wann?

2. Juli, 8. Juli, 9. Juli, 15. Juli, 16. Juli, 23. Juli. Einlass immer ab 20 Uhr. Filmbeginn im Sonnenuntergang um 21:30 Uhr.

Wo?

2.7. Bürgermeister-Ehlers-Platz
8.7. Liegnitzplatz
9.7. Spielhaus Wohlers Eichen • Pennigbütteler Str. 59
15.7. Greifswalder Platz
16.7. Fatih Moschee • Stapelfeldtstr. 9
23.7. Gröpelinger Bibliotheksplatz

Themen?

Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen, zwischen Zugezogenen und Hiergebliebenen sowie die Verständigung zwischen Sprachgemeinschaften.

2.7. Fahrradfahren als Revolution
8.7. Jugendliche gegen das System
9.7. Queere Lebensentwürfe
15.7. Stärke trotz Krankheit
16.7. Widerstand gegen Islamophobie
23.7. Gastarbeiter:innen Musik

Sprachen?

Alle Filme werden im Originalton mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Zu jedem Film erfolgt immer eine erklärende, mehrsprachige Einführung.

2.7. Arabisch
8.7. Bulgarisch
9.7. Französisch, Chinesisch, Englisch
15.7. Rumänisch, Englisch, Deutsch
16.7. Türkisch, Englisch, Deutsch
23.7. Deutsch, Türkisch, Englisch

Kooperationen im Stadtteil?

Folgende Veranstaltungen werden zusammen mit Initiativen, Vereinen und Religionsgemeinschaften aus Gröpelingen präsentiert.

8.7. Deutsch-Bulgarische Gesellschaft e.V.
9.7. Spielhaus Wohlers Eichen Kita Bremen
16.7. Fatih Moschee Bremen e.V.
23.7. Zentrum für Migranten und Interkulturelle Studien e.V.

Filme?

Es finden zwei Kurzfilmprogramme statt (9.7. Spielhaus Wohlers Eichen und 15.7. Greifswalder Platz). An den vier weiteren Abenden (2.7., 8.7, 16.7., 23.7.) werden jeweils ein kurzer Vorfilm für Kinder und Jugendliche und im Anschluss der Hauptfilm gezeigt.

2. Juli

Das Mädchen Wadjda

R: Haifaa Al Mansour, 98 Minuten, SA/DE 2012, Spielfilm
im Original auf Arabisch, mit deutschen Untertiteln

Dürfen Mädchen Fahrradfahren? Wadjda ist eine fleißige Schülerin und zeigt, dass nicht immer nur das Alter zählt.

8. Juli

Petya von meiner Petya

R: Alexander Kossev, 90 Minuten, BG 2021, Spielfilm
im Original auf Bulgarisch, mit englischen Untertiteln

Muss es immer so bleiben? Die Abiturientin Petya muss alles geben, um das uralte Moralsystem an ihrer Schule aufbrechen zu können.

9. Juli

Internationale Kurzfilme für Kinder und Jugendliche, Dokumentar- & Spielfilme
Programmlänge: 120 Minuten

Pink, Schwarz and Blau
im Original auf Französisch, mit deutschen Untertiteln

Alle Football-Spielerinnen sind lesbisch? Beim Training auf dem Feld und im Gespräch in der Umkleidekabine wird mit Vorurteilen gebrochen.

15. Juli

Europäische Kurzfilme für alle Generationen, Dokumentar- & Spielfilme
Programmlänge: 120 Minuten

Alles wird so wie es wird

R: Maria Tomoiagă, 60 Minuten, BG/DE 2022, Dokumentarfilm
im Original auf Rumänisch, mit deutschen Untertiteln

Wie bist Du groß geworden? Tochter, Mutter und Großmutter sprechen über ihr Leben und Sexismuserfahrugen in unterschiedlichen Generationen. 

Ich kann gut Karate

R: Jess Dadds, 11 Minuten, UK 2021, Spielfilm
im Original auf Englisch, mit deutschen Untertiteln

Müssen alle Jungs Fußball spielen? Ein junger Mann mit psychischer Erkrankung benutzt seine Superkraft, die ihn stark und besonders macht.

16. Juli

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

R: Andreas Dresen, 118 Minuten, DE/FR/US 2022, Spielfilm
im Original auf Deutsch, Türkisch & Englisch, mit deutschen & türkischen Untertiteln

Was tun gegen Islamophobie? Frau Kurnaz aus Hemelingen muss den Präsidentin der USA verklagen, damit ihr Sohn das Guantanamo-Gefängnis verlassen darf.

23. Juli

Liebe, D-Mark und Tod

R: Cem Kaya, 98 Minuten, DE 2022, Dokumentarfilm
im Original Türkisch & Deutsch, mit deutschen & türkischen Untertiteln

Wie entwickelte sich türkische Musik in Deutschland? Über die Entstehung eines ganz eigenen Sounds, der die Zeit der „Gasterarbeiter:innen“ prägte.

Tante Ümmü
R: Orhan Çalışır, 30 Minuten, DE 2021, Dokumentarfilm

Warum bist Du so stark? Tante Ümmü verbringt jeden Tag im Kleingarten, weil sie das angebaute Obst und Gemüse verkaufen muss.

Förderung?

Das Reisende Freiluftkino wird realisiert von Kultur Vor Ort e.V.. Das Projekt wird gefördert vom Senator für Kultur Bremen und „Wohnen in Nachbarschaft“ der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnungsbau Bremen. Freundliche Unterstützung gibt es vom stadtweiten Open Air „Sommer Summarum“, von Vonovia, Die Videographen und Sommer Kranverleih.

Zitate?

Wieso engagierst du dich in der studentischen Forschungsgruppe „Filmvermittlung in öffentlichen Räumen“?

Das Reisende Freiluftkino bietet eine Chance, diejenigen mit besonderen Filmen zu erreichen, die in ihrem sonstigen Alltag keinen Kontakt zu diesen aufnehmen können. Da das Programm gratis ist, freuen wir uns darüber, auch einkommensschwächeren Zuschauer*innen einen besonderen Filmabend zu ermöglichen.

Juri Fidora, Student Medienwissenschaft im 6. Semester

Als das Projekt letztes Jahr als Seminar ausgeschrieben war, habe ich mich sehr gefreut, dass die Uni ein so praktisches Seminar anbietet. Die Arbeit mit dem Team, der Aufbau und Abbau der Veranstaltung, die Logistik – das sind alles Sachen, die ich aus anderen Kontexten schon kenne. Aber dann einfach draußen mit so vielen Menschen einen Film gucken zu können und zu merken, dass da alle irgendwie Spaß dran haben, das war schön. Deshalb bin ich dieses Jahr wieder dabei.

Berit Müller, Studentin Kunst-Medien-Ästhetische Bildung im 6. Semester

Ich habe großes Interesse an Filmen im Allgemeinen und finde die Vorstellung schön, diese Leidenschaft zu teilen (sowohl mit Menschen, die ein ähnliches Interesse haben, als auch mit Leuten, die sich weniger mit diesem Medium beschäftigen). Filmvermittlung im öffentlichen Raum hat das Potenzial, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam über ein bestimmtes Thema nachdenken zu lassen, die sich vllt. sonst eher nicht begegnen würden. Sowas kann unheimlich bereichernd sein und ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass solche Räume gestaltet werden. 

Lale Nottrodt, Studentin Kulturwissenschaft im 6. Semester

Was ist die Herausforderung daran, ein Filmprogramm auf öffentlichen Plätzen in einem vielsprachigen Stadtteil zu kuratieren?

Wir wählen nur Filme aus, die für Kinder geeignet sind, wenige Dialoge haben und aktuelle Konflikte zum Jahresthema „Zwischen Generationen“ bearbeiten. Gemeinsam mit den Initiativen, Vereinen und Religionsgemeinschaften stellen wir dann das Programm zusammen.

Julian Elbers, Student Filmwissenschaft im 6. Semester

Die Herausforderung bei der Kuration ist schwieriger, als man zunächst denken mag. Man kann ja nicht einfach irgendwelche Filme willkürlich nehmen. Da gibt es einmal so formelle Faktoren, die beachtet werden müssen (also etwa Budget, Format, Untertitel etc.) und dann muss eben geguckt werden, ob ein Film zu dem Ort passt, wo er gezeigt wird. Zusätzlich dazu muss er zur Thematik passen, die Sprache muss stimmen, es muss ein Film sein, der deutsche Untertitel hat, und am besten repräsentiert der Inhalt etwas, mit dem sich Leute identifizieren können.

Als größte Herausforderung habe ich bis jetzt die Beachtung von Trigger Warnungen empfunden. Diese sind natürlich gut und wichtig, aber es ist manchmal schwierig einzuschätzen, welche Filme triggernd sein können, weil man natürlich einerseits einfühlsam sein möchte, und andererseits das Publikum aber auch nicht unterschätzen will.

Lale Nottrodt, Studentin Kulturwissenschaft im 6. Semester

Erstmal ist es schwierig, sich von seinem eigenen Sprachvermögen nicht einschränken zu lassen. Gröpelingen spricht mehr Sprachen als ich in meiner Schulzeit lernen konnte. Den Kopf zu öffnen und sich nicht von der eigenen Sprachunfähigkeit einschränken zu lassen ist glaube ich eine große persönliche Herausforderung. 

Für das Programm ist dann natürlich auch darauf zu achten, dass hier alle Zugang zum Film haben. Wir müssen also auch darauf achten, ob die Filme für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Das ist dann einfach eine weitere Dimension, die wir zu beachten haben.

Berit Müller, Studentin Kunst-Medien-Ästhetische Bildung im 6. Semester

Welche Erfahrungen hast du im letzten Jahr bei der ersten Ausgabe des Reisenden Freiluftkinos zum Thema „Globale Nachbarschaften“ gemacht?

Bereits im letzten Jahr habe ich das Freiluftkino als eine schöne und kostbare Erfahrung in Erinnerung. Im Besonderen hat mich das Screening auf dem Greifswalder Platz berührt, da waren so viele unterschiedliche Leute, Kinder und Erwachsene, und alle haben sich so über die Kurzfilme gefreut, da ist mir echt das Herz aufgegangen.

Lale Nottrodt, Studentin Kulturwissenschaft im 6. Semester

Das waren ganz bodenständige Dinge: Ich brauche eine größere Bauchtasche. Es hilft, wenn an ein Messer einstecken hat, um Pakete zu öffnen oder Flatterband zu kürzen. Und mir macht es einfach Spaß zu sehen, wenn sich Leute engagieren. Deshalb bin ich dieses Jahr auch gespannt, wie es ist, wenn wir als Forschungsgruppe und nicht als Seminar agieren.

Berit Müller, Studentin Kunst-Medien-Ästhetische Bildung im 6. Semester

Auf welches filmische Highlight freust du dich am meisten und wieso gerade darauf? 

Eigentlich bin ich ein riesiger Musical-Fan. Aber dieses Jahr freue ich mich ganz besonders, dass wir „Rabye Kurnaz gegen George W. Bush“ zeigen können! Eine Bremer Geschichte, in Bremen. Und bestimmt ein Film, in dem sich einige wiedererkennen können. Oder zumindest Teile ihres Alltags in Deutschland.

Berit Müller, Studentin Kunst-Medien-Ästhetische Bildung im 6. Semester
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